Karteikarten erstellen: So machst du es richtig
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Karteikarten gehören zu den wirksamsten Lernmethoden, aber nur, wenn du sie richtig machst. Der Unterschied zwischen einer guten und einer schlechten Karte entscheidet darüber, ob sie dir etwas bringt: Eine vollgestopfte Karte mit einer halben Buchseite prüft nichts ab, eine klare Karte mit genau einer Frage trainiert dein Gedächtnis jedes Mal, wenn du sie in die Hand nimmst. So machst du Karten, mit denen du wirklich etwas anfangen kannst.
Die goldene Regel: eine Karte, eine Frage
Der häufigste Fehler ist, zu viel auf eine Karte zu schreiben. Eine Karte mit fünf Merkmalen des Goldenen Zeitalters der Niederlande (der Blütezeit des Landes im 17. Jahrhundert) wirkt effizient, aber beim Üben weißt du drei davon und denkst, das reicht. Teile lieber auf: fünf Karten mit je einem Merkmal. Dann siehst du genau, welches Stück du noch nicht kannst, und übst nur das. Klein und klar schlägt groß und vage immer.
Schreib eine Frage drauf, kein einzelnes Wort
Eine Karte, auf der nur „Photosynthese“ steht, verlangt dir nichts ab; du schaust sie an und denkst: „Ja, kenn ich.“ Formuliere es als Frage: Was braucht eine Pflanze für die Photosynthese? Jetzt muss dein Gehirn wirklich arbeiten, und genau diese Arbeit ist es, die das Lernen bewirkt. Bei Begriffen funktioniert die Frageform am besten, bei Vokabeln reicht das Wort vorne und die Übersetzung hinten.
Verwende deine eigenen Worte
Schreib die Antwort so auf, wie du sie erklären würdest, nicht wortwörtlich so, wie sie im Buch steht. Um etwas in eigene Worte zu fassen, musst du es zuerst verstehen, und dieses Verstehen ist die halbe Lernarbeit. Wenn du nicht weißt, wie du etwas in eigenen Worten sagen sollst, hast du sofort entdeckt, was du noch nicht verstanden hast. Auch das ist ein Gewinn.
Kurze Antwort, gern mit Zeichnung
Die Antwort auf der Rückseite ist ein Wort, eine kurze Aufzählung oder ein Satz, kein Absatz. In Fächern wie Biologie und Erdkunde darf ruhig eine schnelle Skizze dabei sein: eine Zelle mit Pfeilen, ein einfacher Kreislauf. Hässlich ist völlig in Ordnung; es kommt darauf an, dass dein Gehirn das Bild wiedererkennt.
Erstelle sie beim Lernen, nicht danach
Karten zu erstellen ist keine zusätzliche Aufgabe nach dem Lernen; es ist die erste Lernrunde selbst. Arbeite das Kapitel durch und mach zu jedem Abschnitt gleich die Karten zu den Begriffen und Fakten, die du kennen musst. So hast du den Stoff schon einmal aktiv verarbeitet, bevor du mit dem Üben beginnst, und dein Übungsmaterial liegt sofort bereit.
Praktische Extras
- Eine Farbe pro Fach. Rosa für Französisch, Grün für Biologie: Du greifst mit einer Bewegung den richtigen Stapel und behältst in deiner Tasche den Überblick.
- Nummeriere die Karten pro Kapitel. Fällt der Stapel runter, ist er schnell wieder sortiert, und du siehst, ob eine Karte fehlt.
- Schreib lesbar und mit Kugelschreiber. Bleistift verblasst im Federmäppchen, und eine Karte, die du nicht lesen kannst, übt nichts.
- Heb alte Stapel auf. Für eine Klassenarbeitswoche oder die Abschlussprüfung hast du dein Wiederholungsmaterial pro Kapitel dann schon parat.
Und dann: üben
Gute Karten zu machen ist Schritt eins; sie klug zu nutzen ist Schritt zwei. Mische den Stapel, damit du nicht die Reihenfolge mitlernst, übe in beide Richtungen und leg gut beherrschte Karten beiseite, damit deine Zeit in die schwierigen fließt. Wer es systematisch angehen will, arbeitet mit Stapeln, die er an festen Tagen wiederholt; mehr dazu nächste Woche hier im Blog.
Scholis Flashcards A7 Pastel
Stabile, blanko Karten im A7-Format: groß genug für eine Frage und eine Skizze, klein genug fürs Federmäppchen. Fünf Pastellfarben, also eine Farbe pro Fach. Packung mit 100 Stück.
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Zu den FlashcardsLies auch: Vokabeln lernen: 7 Methoden, die wirklich funktionieren und Karteikarten oder Zusammenfassung: Was funktioniert besser?